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Was ist „Upcycling“? Aus alt mach besser! 

Aus gebrauchten Dingen können wieder schöne, nützliche Dinge werden: Upcycling ist eine hervorragende Möglichkeit, dem Wegwerfen etwas Nachhaltiges entgegenzusetzen. Denn neue Produkte herzustellen, erfordert immer Rohstoffe, Energie und verursacht Emissionen. Durch Wiederverwenden in neuer Form können wir diese Prozesse vermeiden oder reduzieren. Es trägt bei zur:

  • Ressourcenschonung, da keine oder kaum neue Materialien nötig sind.
  • Müllvermeidung, indem wir Gegenstände weiter nutzen, statt sie zu entsorgen.
  • Bewusstseinsbildung, indem wir – und andere, die das kreative Ergebnis sehen – unser Konsumverhalten reflektieren und verändern.

Die Pioniere für Upcycling sind in Laboe die ehrenamtlich Engagierten in der StöberStube unter der Leitung von Susanne Bartels. Diese Gruppe hat sich zur Aufgabe gemacht, aus gebrauchten Textilien etwas Neues entstehen zu lassen. Aus alten T-Shirts haben sie Jersey-Garn hergestellt und beispielsweise das Tier „Kraki“ gehäkelt. Und aus einer alten Jeans den Zugluftstopper „Nessi“ und weitere Gegenstände wie Utensilos und Armbänder genäht.

Die Transportwege für Kleidung

Im Mai 2025 kam es zu einer Zusammenarbeit von der StöberStube und der Inititiative Klimaschutz Laboe mit der Grundschule Laboe zu dem Thema Upcycling. Zusammen mit Susanne Bartels und Frauke Schöneich-Priebe von der StöberStube führten Kathlen und Clemens Simmer von der IKL-Gruppe „Konsum und Nachhaltigkeit“ an fünf Freitagvormittagen mit der Klasse 4b – geleitet von der Referendarin Michaela Schmidt – in der Textilkunde Workshops zum Thema Bekleidung und Nachhaltigkeit durch. Der Einstieg in das Thema erfolgte in der StöberStube selbst, wo es bereits zu regen Diskussionen zum Thema Kleidung und Klima kam; auch fanden einige Schätze neue Besitzerinnen und Besitzer.

Zunächst wurden die Schülerinnen und Schüler spielerisch in die Thematik eingeführt.

  • Was sind die Transportwege und die Verarbeitungsschritte vom Rohstoff Baumwolle zum fertigen Kleidungsstück?
  • Wie viel Wasser wird verbraucht?
  • Und wie viel CO2 wird dabei freigesetzt?

Die Schülerinnen und Schüler verfolgten die Ausführungen mit großem Interesse und wussten bereits viel zu dem Thema. Anschließend ging es an die praktische Arbeit: Einige Schülerinnen und Schüler schnitten alte T-Shirts in Streifen und häkelten neue Objekte. Andere nähten Jonglierbälle mit der Nähmaschine. Es geht immer darum, aus etwas Altem etwas Neues zu machen. Die Idee, auf diese Weise mit gebrauchten Textilien umzugehen, wurde von den Kindern mit Begeisterung aufgenommen.

Was ist unser ökologischer Fußabdruck?

Was können solche Projekte bei Kindern auslösen?

  • Lern- bzw. Bildungseffekt: Kinder lernen durch Upcycling-Projekte praktisch über Materialien, Recycling, Kreativität und Umweltschutz.
  • Handlungseffekt: Kinder setzen eigene Ideen um, entwickeln Problemlösungsfähigkeiten und trainieren Feinmotorik durch Basteln mit recycelten Materialien.
  • Gemeinschafts- oder Team-Effekt: Gemeinsames Upcycling stärkt Zusammenarbeit, Kommunikation und Verantwortungsbewusstsein.
SchülerInnen arbeiten mit der Nähmaschine

Eine Wiederholung ist für diesen Frühling mit der Schule angedacht. 

Doch dies ist mit Sicherheit nicht nur ein Thema für Kinder. Wir alle sind aufgefordert, über unser Konsumverhaltennachzudenken und vor dem Wegwerfen neben dem Reparieren über neue Verwendungsmöglichkeiten nachzudenken. Wer beim Lesen Lust bekommen hat, selbst kreativ zu werden und aus einem T-Shirt etwas Neues entstehen zu lassen: In der StöberStube sind Bastel-Sets mit Anleitung und Material kostenlos erhältlich. Welche weiteren Ideen gibt es in Laboe, um aus Altem etwas Neues, Höherwertiges oder Kreatives zu machen oder die Gebrauchsdauer zu verlängern? Wir werden gern darüber berichten.

Die Arbeitsergebnisse – Aus alt mach besser!