Termine
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Filmvorführung: CYCLING CITIES

Filmvorführung CYCLING CITIES am Fr. 19.06.2026 um 17 Uhr in der Hafenbörse, Börn Nr. 6. – Wie gelingt eine echte Verkehrswende – und was können…
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Stadtradeln 2026

Auch 2026 ist Laboe wieder bei der deutschlandweiten Klimaschutzaktion „Stadtradeln“ mit dabei. Innerhalb des 21tägigen Aktionszeitraumes im Kreis Plön vom 01.-21.06.2026 heißt es wieder: „Möglichst…
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Vortrag: Wald in Schleswig-Holstein – Verbreitung, Leistungen und Herausforderungen

Frau Christiane Herty, Dipl-Ing. Forst (FH) und MSc Environmental Management, Abteilung Waldnaturschutz, Landesamt für Umwelt, Flintbek Termin: 7. Juli 2026 um 19 Uhr Ort: Freya-Frahm-Haus,…
Aktuell
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Meerwasserwärmepumpen zeigen den Weg – Chancen für Laboe

2026 war ein wichtiges Jahr für die Wärmewende an Nord- und Ostsee: Sowohl im dänischen Esbjerg als auch im schleswig-holsteinischen Neustadt/Holstein gingen große Meerwasser‑Wärmepumpen in Betrieb. Beide Anlagen beweisen, dass sich die Wärme aus dem Meer zuverlässig und klimafreundlich nutzen lässt. Für eine Küstengemeinde wie Laboe ist das ein starkes Signal.
Esbjerg: Wärme direkt aus der Nordsee
In Esbjerg wurde eine der größten Meerwasserwärmepumpen der Welt gestartet. Sie ersetzt ein altes Kohlekraftwerk und versorgt rund 25.000 Haushalte mit klimaneutraler Fernwärme, da der Strom zum Betrieb der Wärmepumpe aus Windenergie-Anlagen stammt.
Die wichtigsten Fakten:

Meerwasser-Großwärmepumpe heizt mit Windstrom die Stadt Esbjerg - Leistung: 70 Megawatt
- Wärmequelle: Nordseewasser mit 1–15 °C
- Vorlauftemperatur: bis zu 90 °C
- CO₂‑Einsparung: rund 120.000 Tonnen pro Jahr
- Strom: aus nahegelegenen Windparks
- Weitere Wärmequellen: Holzschnitzel-Kraftwerk (Leistung 48 MW) und Wärmespeicher
Die Anlage zeigt, wie moderne Technik Kohle oder Gas fürs Heizen ersetzen kann. Besonders wichtig: Die hohen Vorlauftemperaturen ermöglichen es, auch ältere Gebäude problemlos an das Fernwärmenetz anzuschließen und im Winter warm zu bekommen.
Neustadt/Holstein: Wärme direkt aus der Ostsee
Auch in Deutschland gibt es nun ein funktionierendes Vorbild: In Neustadt/Holstein wurde Anfang 2026 die erste Meerwasser‑Großwärmepumpe mit deutscher Technik in ein größeres Wärmenetz mit mehreren hundert Wohneinheiten eingebunden. Es versorgt das neue Hafenquartier von Neustadt.

Besuch in 2024: Bürgermeister Heiko Voß im Gespräch mit Projektingenieur Thomas Anthoni (Stadtwerke Neustadt) Die wichtigsten Fakten:
- Heizleistung der Wärmepumpe: bis zu 700 kW
- Gesamtleistung im Quartier: 2.000 kW
- Vorlauftemperatur: bis zu 72 °C
- Effizienz: aus 1 kW Strom entstehen über 3 kW Wärme
- Weitere Wärmequelle: Abwärme aus Müllheizkraftwerk und Wärmespeicher
Die Anlage entzieht bis zu vier Grad kaltem Ostseewasser Wärme und hebt sie auf ein nutzbares Temperaturniveau. Die Stadtwerke berichten regelmäßig über ihre Erfahrungen – ein wertvoller Wissensschatz für andere Kommunen.
Was bedeutet das für Laboe?
Laboe liegt direkt an der Ostsee und hat damit genau so ideale Voraussetzungen für eine eigene Meerwasser‑Großwärmepumpe wie in Esbjerg und Neustadt. Diese beiden neuen Anlagen liefern dafür klare Hinweise:
- Die Technik funktioniert zuverlässig. Sowohl im großen Maßstab (Esbjerg) als auch in kleineren Quartieren (Neustadt).
- Hohe Vorlauftemperaturen sind erreichbar. Damit können auch Bestandsgebäude angeschlossen werden – ein wichtiger Punkt für hohe Anschlussquoten auch mit alten Gebäuden.
- Die Klimabilanz ist überzeugend. Die Einsparungen in Esbjerg zeigen, wie stark eine solche Anlage zur kommunalen Klimastrategie beitragen kann.
- Regionale Vorbilder erleichtern die Planung. Neustadt liegt quasi „vor der Haustür“ und zeigt, wie es gehen kann.
Ausblick
Die Beispiele aus Dänemark und Deutschland beweisen es: Meerwasserwärmepumpen sind keine Zukunftsvision mehr, sondern eine praxiserprobte Technik. Damit eröffnet sich für Laboe die Chance, frühzeitig auf eine klimafreundliche, stabile und lokal verfügbare Wärmequelle umzusteigen. Ob eine Meerwasserwärmepumpe tatsächlich die technisch und wirtschaftlich beste Lösung für Laboe darstellt, muss in Studien untersucht werden. Die Ostsee bietet das Potenzial – jetzt gilt es, die Nutzbarkeit zu prüfen.
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Unsere Veranstaltungen im Mai – Pflanzenflohmarkt und geführte Fahrradtour

Am Sonnabend, dem 9. Mai 2026, veranstalteten der Verein Freunde des Kurparks Laboe und die Initiative Klimaschutz Laboe e. V. (IKL) zum zweiten Mal einen Pflanzenflohmarkt in unserem Kurpark. Die Organisatorinnen waren Anke Dorl von der IKL sowie Angelika Klinke und Sigrun Ostermann vom Verein Freunde des Kurparks. Am Vortag konnten Pflanzenspenden, insbesondere Kräuter, regionale Blütenpflanzen und Beerensträucher in beschrifteten Pflanztöpfchen im Kurpark abgegeben werden. Dieser Aufruf, Pflanzen aus dem eigenen Garten zu spenden, war ein voller Erfolg: Es kamen zahlreiche Pflanzen zusammen, die zu groß geworden waren, sich selbst ausgesät hatten oder einfach übriggeblieben waren – sie alle suchten ein neues Zuhause. Am Samstag strömten zahlreiche BesucherInnen in den Kurpark, die sich für die Pflanzen interessierten und diese gegen eine Spende erwerben konnten

Die Biologin Andrea Harrje im Gespräch mit Besucherinnen
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Indigene Völker – Die besten Naturschützer

Niklas Ennen, Pressesprecher der Nichtregierungsorganisation (NGO) Survival International (Büro Berlin) hielt am 28. April 2026 im sehr gut besuchten Freya-Frahm-Haus einen Vortrag zu indigenen Völkern und ihre Beziehung zum Naturschutz. Er stellte die These auf, dass indigene Völker weltweit die besten Hüter der Natur sind. Denn sie leben seit Jahrhunderten im Einklang mit ihrer Umwelt und verfügen über ein tiefes Wissen über nachhaltige Landnutzung. Dennoch werden sie im Namen des Naturschutzes oft verdrängt und ihre Rechte verletzt.
Wer sind indigene Völker?
Indigene Völker sind Gruppen, die bereits vor der Kolonialisierung oder der Gründung moderner Nationalstaaten in einem Gebiet lebten. Sie haben eine enge Beziehung zu ihrem Land, eine eigene Kultur und Sprache und sehen sich oft als von der Mehrheitsgesellschaft getrennt. Weltweit gibt es etwa 400 Millionen indigene Menschen. Ihre kollektiven Rechte auf Land, Selbstverwaltung und freie, vorherige und informierte Zustimmung (FPIC) sind in internationalen Abkommen wie der UN-Erklärung über die Rechte indigener Völker (UNDRIP) und der ILO-Konvention Nr. 169 verankert.
Probleme des klassischen Naturschutzes
Viele Naturschutzgebiete im Globalen Süden wurden nach westlichen, oft kolonialen Vorstellungen eingerichtet. Dabei wurden indigene Gemeinschaften systematisch vertrieben, was zu Menschenrechtsverletzungen und sogar Völkermord führte. Diese Schutzgebiete schützen die Natur häufig weniger effektiv als angenommen und begünstigen stattdessen Tourismus und Rohstoffabbau.
Mythen des Naturschutzes
- Mythos 1: Westliche Organisationen wissen am besten, wie man Natur schützt. Tatsächlich erinnern die Argumente für westliche Kontrolle oft an koloniale Landnahme.
- Mythos 2: Wildnis ist nur dann geschützt, wenn sie menschenleer ist. Indigene Völker werden fälschlicherweise als Störfaktor betrachtet.
- Mythos 3: Alle Menschen wollen gleich leben. Indigene Lebensweisen werden als rückständig angesehen, obwohl sie nachhaltig und erfüllend sind.
- Mythos 4: Nationalparks stehen automatisch für Naturschutz. Die Gründung vieler Nationalparks ging mit der Vertreibung indigener Bevölkerung einher.
Indigene Völker als beste Naturschützer
Studien zeigen, dass Gebiete unter Kontrolle indigener Gemeinschaften die größte Artenvielfalt aufweisen und am besten vor Entwaldung schützen. Ihre nachhaltigen Praktiken wie Wanderfeldbau und nomadische Weidewirtschaft schaffen Kohlenstoffsenken und verhindern Waldbrände. Ein Beispiel ist das indigene Volk der Soliga in Indien: Nach der Rückgabe ihrer Landrechte stieg die Tigerpopulation in ihrem Gebiet deutlich an.
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Das Klima verändert sich. Laboe verändert sich. Jetzt können wir gemeinsam handeln.

Wir alle spüren: Es ist Zeit, auch selbst Verantwortung zu übernehmen – nicht irgendwann, nicht irgendwo sondern jetzt und vor unserer Haustür. Denn genau dafür gibt es die Initiative Klimaschutz Laboe e.V. (IKL). Wir sind Menschen aus Laboe und Umgebung, die gemeinsam etwas bewegen wollen – praktisch, lokal und für alle Generationen.
Wir packen an – für Laboe, für die Ostsee, für unsere Zukunft
Die IKL ist kein Verein für lange Reden, sondern für die Umsetzung konkreter Ideen und gemeinsames Handeln. Denn Klimaschutz beginnt im Alltag – und genau dort sind wir aktiv.
Dazu gehören:
- Praktische Projekte, wie Baumpflanzung, Upcycling-Workshops, Kräuterbeet, Einwohneranregung, Wettbewerb „Klimafreundlicher Naturgarten“, Kurs „Veganes Kochen“ und Klimawochen an der Grundschule
- Ideen für morgen, z. B. zur klimaneutrale Energieversorgung: Wärmenetze und Wärmepumpe, Meerwasser-Großwärmepumpe und Geothermie
- Gemeinschaftsaktionen, wie Pflanzenflohmarkt, Mitorganisation „Tag der sauberen Gemeinde“, Aktion „Stadtradeln“, Fest der Ehrenamtlichen im Kurpark und Fahrradkorso
- Vorträge und Bildungsangebote, z. B. zu Klimaveränderungen, nachhaltigem Konsum, Meeresökologie, Naturschutz, Veranstaltung „Wie heizen wir morgen?“ und Artikel in „Laboe aktuell“
Die IKL zeigt: Klimaschutz ist kreativ, macht Spaß und bringt Menschen zusammen.

Thema Upcycling 
Baumpflanzung 
IKL-Teilnehmer „Stadtradeln“ 
Klimawoche an der Grundschule 
Einwohnereingabe Radweg 
Infostand Reventloustraße
Rückspiegel
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Umweltschutz in der internationalen Schifffahrt – Sicht der global operierenden Schwergut Reederei BBC Chartering

Am 31. März 2026 hielt Herr Dipl. Wirtsch. Ing. Ulrich Ulrichs, Vorstandsvorsitzender der Reederei BBC Chartering im Freya-Frahm-Haus einen Vortrag zu dem Thema Umweltschutz in der internationalen Seeschifffahrt. Die internationale Seeschifffahrt steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Als Branche, die…
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Tiefengeothermie ist eine Zukunftsperspektive für Laboe – Wie gestalten sich aktuell die Wärmepreise für Tiefengeothermie, auch in diesem kalten Winter?

Geologie und Tiefengeothermie Der Geophysiker Dr. Reinhard Kirsch berichtete in seinem Vortrag im Freya-Frahm-Haus im November 2025 über das geologische Potenzial einer Wärmequelle unter Laboe: Die Datenplattform Geothermisches Informationssystem für Deutschland (GeotIS) weist für den Raum Laboe ein gut ausgeprägtes hydrothermales…
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Was ist „Upcycling“? Aus alt mach besser!

Aus gebrauchten Dingen können wieder schöne, nützliche Dinge werden: Upcycling ist eine hervorragende Möglichkeit, dem Wegwerfen etwas Nachhaltiges entgegenzusetzen. Denn neue Produkte herzustellen, erfordert immer Rohstoffe, Energie und verursacht Emissionen. Durch Wiederverwenden in neuer Form können wir…
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Jahresrückblick 2025 – Was hat sich in Laboe getan?

Das Jahr 2025 liegt hinter uns und wir wollen die Frage beantworten, welche Maßnahmen wir in Laboe im Hinblick auf Nachhaltigkeit und den Klimaschutz ergreifen konnten. Zu Beginn des Jahres fand eine organisatorische Änderung statt:…
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Bericht vom Vortrag von Prof. Reusch: Klimaretter Seegraswiesen?

Am 28. Oktober 2025 hielt Herr Prof. Thorsten Reusch im gut besuchten Freya-Frahm-Haus einen Vortrag zum Thema Seegraswiesen. Seegräser sind die einzigen Blütenpflanzen der Meere. Ihre etwa 70 Arten bilden ausgedehnte Unterwasserwiesen, die nicht nur…
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EDEKA Alpen, Laboe

Wiking Apotheke, Laboe

Kaffeeküste, Laboe

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Natur- und Umweltstiftung Kreis Plön

