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Unsere Veranstaltungen im Mai – Pflanzenflohmarkt und geführte Fahrradtour

Es entspannen sich viele Gespräche bei Kaffee und Kuchen über die Ansprüche der einzelnen Pflanzen an ihren Standort und über einheimische Pflanzengemeinschaften. Auch die Ansprüche von Insekten und Vögeln an Blütenpflanzen waren Thema. Dieses „Grüne Geben und Nehmen“ ist gelebte Kreislaufwirtschaft im Kleinen und sorgt für echte regionale Vielfalt. Dementsprechend führte Frau Dorl am späten Nachmittag sehr zufrieden aus: „Unser Pflanzenflohmarkt zeigt, wie einfach und wirkungsvoll nachhaltiges Handeln im Alltag sein kann – direkt vor der eigenen Haustür. Der Pflanzenflohmarkt war auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg und wird im nächsten Jahr wiederholt.“

Für unsere geführte Fahrradtour durch die Geschichte der Probstei – auch am Sonnabend, dem 9. Mai, – konnten wir Hermann Malchau gewinnen. Er war früher Leiter des Probstei-Museums in Schönberg. Er prägte das Museum als bedeutende kulturelle Einrichtung, die Einblicke in die bäuerliche Wohnkultur und den ländlichen Kulturraum der Probstei ermöglicht. Bei bestem Wetter versammelten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Parkplatz Ehrenmal. Nach der Begrüßung durch die Organisatoren Birgit Tegeler und Matthias Dorl ging es los. Zum einen wusste Herr Malchau Wissenswertes zu Naturveränderungen zu berichten, beispielsweise zu den durch Sturmfluten verursachten Abbrüchen am Steilufer von Stein. Zum anderen gab er Informationen zu alten Bauwerken, Bauernhöfen und weiteren Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke. Auffällig in der Probstei sind die sehr schönen und unterschiedlich gestalteten Bauernhäuser. Herr Malchau berichtete, dass der Bauingenieur Herr Götsch einen maßgeblichen Anteil an den Entwürfen und der Realisierung dieser besonderen Häuser hatte. Wir können uns heute an einer Vielfalt von Stilen und architektonischen Ausprägungen wie Rundfenstern und Eingangsportalen mit Säulen erfreuen.

Der Probsteiexperte Hermann Malchau (rechts) erläutert die Geschichte eines Gebäudes

Zwischendurch ging es immer wieder auf kleinen, wenig bekannten Wegen durch blühende Rapsfelder. Nach drei kurzweiligen Stunden endete die Tour. Alle Teilnehmer waren Herrn Malchau sehr dankbar für seine aufschlussreichen und lebhaften Ausführungen. Es wurde daher der Wunsch geäußert, die Tour im nächsten Jahr mit abgeänderter Wegführung zu wiederholen.

Auszug aus „Laboe aktuell“ Juni 2026