In diesem Jahr veranstalten der Verein Freunde des Kurparks Laboe und die Initiative Klimaschutz Laboee.V. am Sonnabend, dem 9. Mai 2026 – in der Zeit von 10 bis 16 Uhr – erneut ihren Pflanzenflohmarkt in unserem Kurpark. Diese Veranstaltung bietet Ihnen die Möglichkeit, Pflanzen abzugeben und neue für Ihren Garten zu erwerben – ganz regional und nachhaltig!
Nach bewährter Manier haben wir uns das wieder so vorgestellt:
Pflanzenspende – Wir bitten Sie um Spenden, insbesondere Kräuter, naturnahe Blütenpflanzen und Beerensträucher, optimalerweise in Pflanztöpfchen mit Beschriftung: Die Abgabe erfolgt am Freitag, dem 8. Mai 2026 zwischen 16 und 18 Uhr an der Blockhütte des Kurparkvereins.
Pflanzenflohmarkt – Am Sonnabend, dem 9. Mai. 2026 in der Zeit von 10 bis 16 Uhr können dort Pflanzen gegen eine Spende für den Kurparkverein und die Initiative Klimaschutz Laboe erworben werden.
Geselligkeit –Bei Kaffee und Kuchen besteht auch diesmal wieder die großartige Möglichkeit, Gartenwissen mit anderen Gartenliebhabern auszutauschen.
Die Aussage, dass indigene Völker „die besten Naturschützer“ seien, ist gut belegt – aber sie ist kein romantisierendes Naturklischee, sondern beschreibt eine empirisch nachweisbare Realität, die zugleich politisch umkämpft ist. Studien und internationale Organisationen zeigen, dass indigene Territorien oft besser geschützt sind als staatliche Schutzgebiete, während indigene Gemeinschaften gleichzeitig weltweit unter Vertreibung und Gewalt im Namen des Naturschutzes leiden.
Wegen der begrenzten Platzkapazität ist eine Anmeldung unter info@klimaschutz-laboe.de oder 0172 9597055 sinnvoll.
Nach einer kurzen Vorstellung des Unternehmens BBC Chartering, wird der Vortrag insbesondere die Themen Emissionen, Regularien, alternative Antriebe und Kosten beleuchten.
Wegen der begrenzten Platzkapazität ist eine Anmeldung unter info@klimaschutz-laboe.de oder 0172 9597055 sinnvoll.
Frau Marret Bähr vom Kompetenzzentrum nachhaltige Beschaffung und Vergabe Schleswig-Holstein hält amDi. 24. Februar 2026 einen Vortrag im Freya-Frahm-Haus.
Wie können wir sozial-fair und ökologisch einkaufen? Ob bei Kleidung, Lebensmitteln oder Alltagsgegenständen, es gibt viele Möglichkeiten nachhaltig zu handeln. In diesem Vortrag vermittelt Marret Bähr vom Kompetenzzentrum nachhaltige Beschaffung und Vergabe Schleswig-Holstein Grundlagen, Werkzeuge und konkrete Möglichkeiten rund um ressourcenschonenden und gerechten Konsum.
Wegen der begrenzten Platzkapazität ist eine Anmeldung unter info@klimaschutz-laboe.de oder 0172 9597055 sinnvoll.
Aus gebrauchten Dingen können wieder schöne, nützliche Dinge werden: Upcycling ist eine hervorragende Möglichkeit, dem Wegwerfen etwas Nachhaltiges entgegenzusetzen. Denn neue Produkte herzustellen, erfordert immer Rohstoffe, Energie und verursacht Emissionen. Durch Wiederverwenden in neuer Form können wir diese Prozesse vermeiden oder reduzieren. Es trägt bei zur:
Ressourcenschonung, da keine oder kaum neue Materialien nötig sind.
Müllvermeidung, indem wir Gegenstände weiter nutzen, statt sie zu entsorgen.
Bewusstseinsbildung, indem wir – und andere, die das kreative Ergebnis sehen – unser Konsumverhalten reflektieren und verändern.
Die Pioniere für Upcycling sind in Laboe die ehrenamtlich Engagierten in der StöberStube unter der Leitung von Susanne Bartels. Diese Gruppe hat sich zur Aufgabe gemacht, aus gebrauchten Textilien etwas Neues entstehen zu lassen. Aus alten T-Shirts haben sie Jersey-Garn hergestellt und beispielsweise das Tier „Kraki“ gehäkelt. Und aus einer alten Jeans den Zugluftstopper „Nessi“ und weitere Gegenstände wie Utensilos und Armbänder genäht.
Die Transportwege für Kleidung
Im Mai 2025 kam es zu einer Zusammenarbeit von der StöberStube und der Inititiative Klimaschutz Laboe mit der Grundschule Laboe zu dem Thema Upcycling. Zusammen mit Susanne Bartels und Frauke Schöneich-Priebe von der StöberStube führten Kathlen und Clemens Simmer von der IKL-Gruppe „Konsum und Nachhaltigkeit“ an fünf Freitagvormittagen mit der Klasse 4b – geleitet von der Referendarin Michaela Schmidt – in der Textilkunde Workshops zum Thema Bekleidung und Nachhaltigkeit durch. Der Einstieg in das Thema erfolgte in der StöberStube selbst, wo es bereits zu regen Diskussionen zum Thema Kleidung und Klima kam; auch fanden einige Schätze neue Besitzerinnen und Besitzer.
Zunächst wurden die Schülerinnen und Schüler spielerisch in die Thematik eingeführt.
Was sind die Transportwege und die Verarbeitungsschritte vom Rohstoff Baumwolle zum fertigen Kleidungsstück?
Wie viel Wasser wird verbraucht?
Und wie viel CO2 wird dabei freigesetzt?
Die Schülerinnen und Schüler verfolgten die Ausführungen mit großem Interesse und wussten bereits viel zu dem Thema. Anschließend ging es an die praktische Arbeit: Einige Schülerinnen und Schüler schnitten alte T-Shirts in Streifen und häkelten neue Objekte. Andere nähten Jonglierbälle mit der Nähmaschine. Es geht immer darum, aus etwas Altem etwas Neues zu machen. Die Idee, auf diese Weise mit gebrauchten Textilien umzugehen, wurde von den Kindern mit Begeisterung aufgenommen.
Was ist unser ökologischer Fußabdruck?
Was können solche Projekte bei Kindern auslösen?
Lern- bzw. Bildungseffekt: Kinder lernen durch Upcycling-Projekte praktisch über Materialien, Recycling, Kreativität und Umweltschutz.
Handlungseffekt: Kinder setzen eigene Ideen um, entwickeln Problemlösungsfähigkeiten und trainieren Feinmotorik durch Basteln mit recycelten Materialien.
Gemeinschafts- oder Team-Effekt: Gemeinsames Upcycling stärkt Zusammenarbeit, Kommunikation und Verantwortungsbewusstsein.
SchülerInnen arbeiten mit der Nähmaschine
Eine Wiederholung ist für diesen Frühling mit der Schule angedacht.
Doch dies ist mit Sicherheit nicht nur ein Thema für Kinder. Wir alle sind aufgefordert, über unser Konsumverhaltennachzudenken und vor dem Wegwerfen neben dem Reparieren über neue Verwendungsmöglichkeiten nachzudenken. Wer beim Lesen Lust bekommen hat, selbst kreativ zu werden und aus einem T-Shirt etwas Neues entstehen zu lassen: In der StöberStube sind Bastel-Sets mit Anleitung und Material kostenlos erhältlich. Welche weiteren Ideen gibt es in Laboe, um aus Altem etwas Neues, Höherwertiges oder Kreatives zu machen oder die Gebrauchsdauer zu verlängern? Wir werden gern darüber berichten.
Das Jahr 2025 liegt hinter uns und wir wollen die Frage beantworten, welche Maßnahmen wir in Laboe im Hinblick auf Nachhaltigkeit und den Klimaschutz ergreifen konnten.
Zu Beginn des Jahres fand eine organisatorische Änderung statt: Am 11.04.2005 trafen sich fünfzehn Mitglieder der Gruppe Initiative Klimaschutz Laboe (IKL) zu einer Gründungsversammlung, um den Verein „Initiative Klimaschutz Laboe e.V.” zu gründen. Die Satzung wurde verabschiedet, die Eintragung beim Vereinsgericht beabsichtigt und die Gemeinnützigkeit angestrebt. Damit haben wir den folgerichtigen organisatorischen Schritt unternommen, um jetzt als Verein in Laboe für die Energiewende und mehr Nachhaltigkeit einzutreten.
ReferentInnen im Jahr 2025
Auch dieses Jahr hatten wir wieder die Möglichkeit, im beeindruckenden Freya-Frahm-Haus Veranstaltungen abzuhalten und Referenten für Vorträge einzuladen. Im Januar war der Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik und Nachhaltigkeitsmanagement des Kreises Plön, Jan Dreckmann, zu Gast und referierte zum Thema „Nachhaltigkeit beginnt mit uns – enkeltaugliche Lösungen in der Kommune”. Im Februar beantwortete der Ornithologe Bernd Koop, avifaunistischer Leiter der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft, die Frage, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Vogelwelt hat. Im März referierte Frau Pia Dölling von der KielRegion zum Thema „Radverkehrsplanung am Ostufer”. Frau Dr. Catriona Clemmesen-Bockelmann vom GEOMAR gab uns im April Einblicke in den Einfluss von Klimaveränderungen auf Ostseefische. Den Abschluss der ersten Jahreshälfte machte Daniel Laufs, Innovationsmanager im Wissenschaftszentrum Kiel, mit dem Vortrag „CAPTN – Auf dem Weg zum nachhaltigen, autonomen Mobilitätskonzept auf der Kieler Förde“. Im Oktober hatten wir Herrn Prof. Thorsten Rausch vom GEOMAR zu dem Thema „Klimaretter Seegraswiesen?” zu Gast. Den Abschluss der diesjährigen Vortragsreihe bildete Herr Dr. Reinhard Kirsch vom Beratungsbüro GEOIMPULS. Er beantwortete die Frage, welches Potenzial die Nutzung von Tiefengeothermie für die Wärmeversorgung von Wohnquartieren in Laboe hat. Wir danken allen Referentinnen und Referenten für ihre Bereitschaft, nach Laboe zu kommen und uns über klimarelevante Themen zu informieren.
Der Geophysiker Dr. Reinhard Kirsch – ehemaliger Mitarbeiter des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) und jetzt Inhaber des Beratungsbüros GEOIMPULS – hat in seinem Vortrag am 25. November 2025 die besondere geologischen Formationen für die Region Kiel und Umgebung hervorgehoben und die sich daraus ergebenen Potenziale zur Nutzung des Tiefen-Thermalwassers in 1500-2000m Tiefe als Wärmequelle diskutiert.
Die Dekarbonisierung des Wärmesektors erfordert einen disruptiven Transformationsprozess, da die klimapolitischen Ziele der nächsten zwei Jahrzehnte hoch sind und ein enormer Bedarf an erneuerbaren Energieträgern absehbar ist. Der Wärmesektor macht 56 % des nationalen Energiebedarfs aus, womit die energie- und volkswirtschaftliche Bedeutung des anstehenden Transformationsprozesses unterstrichen wird.
Lediglich 15 % der Wärme sind regenerativ, der Anteil stagniert seit Jahren. Während Wasserstoff und Bioenergien zukünftig in erster Linie den Hochtemperatur-Bedarf der energieintensiven Grundstoffindustrie decken müssen, stehen für Niedertemperatur-Nutzungen unter 100 °C insbesondere solarthermische und geothermische Optionen zur Verfügung. Die Vorteile der Geothermie liegen dabei in der Grundlastfähigkeit und dem geringen Platzbedarf auch unter beengten städtischen Verhältnissen mit hoher Nutzungskonkurrenz.
In der September-Ausgabe von „Laboe Aktuell“ hat der Heizungsinstallateur Herr Stoltenberg aus Schönberg seine Sicht auf die Wärmeversorgung in unserem Ort dargestellt. Er spricht sich für Wärmepumpen aus und hält ein Wärmenetz für unwirtschaftlich. Wir von der Initiative Klimaschutz Laboe sind anderer Meinung und sehen für beide Techniken große Chancen in Laboe und möchten dieses begründen. Dazu nehmen wir Ihre Fragen – liebe Bürgerinnen und Bürger – auf und wollen Antworten liefern.
Wärmenetze
„Wärmenetze sind unwirtschaftlich“: Die Wirtschaftlichkeit eines Wärmenetzes hängt von der Struktur des Quartiers, wie der Bebauungsdichte, der Anschlussquote der Anwohnerinnen und Anwohner sowie dem Wärmebedarf der Häuser, ab. Für das Unterdorf in Laboe wurde kürzlich von einem unabhängigen Ingenieurbüro ein energetisches Quartierskonzept erstellt, das die Wirtschaftlichkeit eines Wärmenetzes im Unterdorf im Vergleich zu dezentralen Lösungen wie insbesondere Wärmepumpen ausdrücklich bestätigt.
„Wärmenetze erfordern hohe Investitionen“: Der Ausbau eines Wärmenetzes erfordert zweifellos hohe Investitionen, die mit den Investitionen für die Netze für Wasser, Strom und Kanalisation in der Vergangenheit vergleichbar sind. Eine Investition in ein Wärmenetz ist eine Investition in die Zukunft: Es ermöglicht eine hohe Versorgungssicherheit durch die Einbindung unterschiedlicher Quellen erneuerbarer Wärmeenergie, einen hohen Komfort für die Nutzer, eine gesteigerte Energieeffizienz durch zentrale und optimierte Anlagen sowie eine Entlastung von Hausbesitzern von Betriebs- und Wartungskosten für eigene Heizsysteme. – Allerdings sollten wir auch nicht vergessen, dass Wärmepumpen in jedem einzelnen Haus in der Summe ebenfalls hohe Investitionen der Hausbesitzer erfordern.
„Wärmenetze haben hohe Wärmeverluste“: Bei älteren Wärmenetzen treten bei Leitungstransporten über größere Distanzen relevante Wärmeverluste auf. Bei modernen Wärmenetzen sind die Verluste zwar ebenfalls vorhanden, aber deutlich geringer, da heute bessere Isolationsmaterialien und -techniken zur Verfügung stehen. Zudem kann die Gesamt-Energiebilanz (unter Einbeziehung auch der Herstellungsaufwände) von z. B. einer Großwärmepumpe in einer Heizzentrale des Wärmenetzes besser sein als bei der Summe vieler dezentraler Wärmepumpen.
Am 28. Oktober 2025 hielt Herr Prof. Thorsten Reusch im gut besuchten Freya-Frahm-Haus einen Vortrag zum Thema Seegraswiesen.
Seegräser sind die einzigen Blütenpflanzen der Meere. Ihre etwa 70 Arten bilden ausgedehnte Unterwasserwiesen, die nicht nur Lebensraum für unzählige Meerestiere bieten, sondern auch Küsten vor Erosion schützen und die Wasserqualität verbessern. Momentan im Fokus ist jedoch die Rolle von Seegras im Klimaschutz: Es zählt zu den effizientesten natürlichen Kohlenstoffspeichern der Erde. Im Vergleich zu Wäldern an Land bindet es CO₂ um ein Vielfaches schneller und lagert den Kohlenstoff über Jahrtausende im Meeresboden ein – ein zentraler Beitrag zum sogenannten „Blue Carbon“. Trotz seiner Bedeutung ist es durch Küstenbebauung, Nährstoffeinträge und zunehmend durch die Folgen des Klimawandels stark bedroht. Schutz- und Wiederherstellungsmaßnahmen sind daher dringend nötig. Prof. Reusch führte u.a. aus …
Warum ist der Erhalt des Ökosystems Meer so wichtig?
Es ist wichtig, gegen die Vermüllung der Meere zu kämpfen, weil Müll das Ökosystem Meer schädigt, Tiere gefährdet und letztlich auch uns Menschen trifft. Plastikmüll zersetzt sich zwar langsam, bleibt aber lange in der Umwelt. Tiere können sich verfangen, ersticken oder Plastik fressen, was zu Schmerzen, Krankheiten und Todesfällen führt. Mikroplastik gelangt in Nahrungsketten und kann gesundheitliche Auswirkungen haben. Verschmutze Küsten beeinträchtigen Tourismus, Fischerträge und die wirtschaftliche Lebensgrundlage vieler Gemeinden. Außerdem beeinträchtigt Müll die Reinigungs- und Küstenbewirtschaftung, erhöht Kosten und schadet der Biodiversität, die für die Stabilität des globalen Klimas wichtig ist. Daher gilt: weniger Abfall produzieren, recyceln, Verantwortung übernehmen, sauber halten und Müll ordentlich entsorgen.