Der Vortrag führt ein in das faszinierende Ökosystem Wald und erläutert daran auch die Grundsätze der naturnahen Forstwirtschaft. Mit direktem Bezug zur Waldsituation in Schleswig-Holstein und den Herausforderungen, denen dieser gegenübersteht, wird die Perspektive in die Zukunft geweitet. Für die Gemeinde Laboe werden Möglichkeiten der Integration von Bäumen in den Siedlungsraum aufgezeigt
Wegen der begrenzten Platzkapazität ist eine Anmeldung unter info@klimaschutz-laboe.de oder 0172 9597055 sinnvoll.
Auch 2026 ist Laboe wieder bei der deutschlandweiten Klimaschutzaktion „Stadtradeln“ mit dabei. Innerhalb des 21tägigen Aktionszeitraumes im Kreis Plön vom 01.-21.06.2026 heißt es wieder: „Möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen und möglichst viele Radelkilometer für Laboe zu sammeln.“ Ziel ist es, gemeinsam das Klima zu schützen und Spaß dabei zu haben. Natürlich hat sich Laboe das Ziel gesetzt, im Ranking der Kommunen des Kreises Plön möglichst weit oben zu landen. Dafür brauchen wir unbedingt Ihre Mithilfe, liebe Laboerinnen und Laboer. – Die IKL startet mit eigenem Team!
Das Klima verändert sich. Laboe verändert sich. Und wir alle spüren, dass es Zeit ist, Verantwortung zu übernehmen – nicht abstrakt, sondern direkt vor unserer Haustür. Genau hier setzt die Initiative Klimaschutz Laboe e.V. (IKL) an: ein engagierter, wachsender Verein, der zeigt, wie Klimaschutz konkret, lokal und gemeinschaftlich funktioniert.
Ein Verein, der anpackt – für Laboe, für die Ostsee, für die Zukunft
Die IKL ist kein theoretischer Debattierkreis, sondern ein lebendiger Zusammenschluss von Menschen, die ganz praktisch etwas bewegen wollen. Auf unserer Webseite wird deutlich: Die Initiative ist überall dort aktiv, wo Klimaschutz im Alltag beginnt – und wo er Wirkung zeigt. – Dazu gehören:
Vorträge und Bildungsangebote, z. B. zu Klimaveränderungen, nachhaltigem Konsum, Meeresökologie, Naturschutz, Veranstaltung „Wie heizen wir morgen?“, Artikel in „Laboe aktuell“ oder nachhaltige sowie regionale Ernährung
Praktische Projekte, wie Baumpflanzung, Upcycling-Workshop, Kräuterbeet, Einwohneranregung zu Radweg, Wettbewerb „Klimafreundlicher Naturgarten“, Kurs „Veganes Kochen“ oder Klimawoche an der Grundschule
Konkrete Zukunftsarbeit, z. B. zur klimaneutrale Energieversorgung: Wärmenetze vs. Wärmepumpe, Meerwasser-Großwärmepume oder Geothermie
Gemeinschaftsaktionen, etwa der Pflanzenflohmarkt, Mitorganisation „Tag der sauberen Gemeinde“, „Stadtradeln“, Fest der Ehrenamtlichen im Kurpark oder Fahrradkorso für bessere Radwege
Die IKL zeigt: Klimaschutz ist nicht nur notwendig – er kann inspirierend, kreativ und gemeinschaftsstiftend sein.
Thema UpcyclingBaumpflanzungIKL-Teilnehmer „Stadtradeln“Klimawoche an der GrundschuleEinwohnereingabe RadwegInfostand Reventloustraße
Warum Deine Mitgliedschaft zählt
Klimaschutz gelingt nicht durch Einzelne, sondern durch viele. Und genau hier kommst du ins Spiel. – Mit Deiner Mitgliedschaft…
verstärkst Du die Stimme des Klimaschutzes in Laboe
unterstützt Du Bildungsarbeit, die Menschen erreicht und zum Umdenken bewegt
ermöglichst Du Projekte, die ohne ehrenamtliche Kraft und finanzielle Unterstützung nicht stattfinden könnten
wirst Du Teil einer Gemeinschaft, die Mut macht und zeigt, dass Veränderung möglich ist
Ob Du aktiv mitarbeiten möchtest oder den Verein durch deinen Beitrag stärkst – jede Form der Unterstützung ist wertvoll.
Was Dich als Mitglied erwartet
Die IKL bietet dir:
Ein Netzwerk engagierter Menschen, die sich gegenseitig inspirieren
Regelmäßige Veranstaltungen, die Wissen vermitteln und Austausch fördern
Einblicke in lokale Klimaprojekte, die wirklich etwas bewirken
Die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen – von Upcycling bis Energieversorgung
Freude am gemeinsamen Tun, ob beim Pflanzenflohmarkt, in Workshops oder bei Infoabenden
Hier kannst Du deine Fähigkeiten einbringen, Neues lernen und aktiv an der Zukunft Laboes mitarbeiten.
Jetzt ist der richtige Moment, Mitglied zu werden
Wenn Du Dir wünschst, dass Laboe ein lebenswerter Ort bleibt – für dich, für kommende Generationen und für die Natur, die uns umgibt – dann ist die Initiative Klimaschutz Laboe der richtige Ort für Dein Engagement.
Werde Mitglied. Bringe Dich ein. Gestalte mit. Gemeinsam können wir viel bewegen.
Laboe und Umgebung einmal anders erleben – dazu lädt eine besondere Fahrradtour der Mobilitätsgruppe der IKL (Initiative Klimaschutz Laboe e.V.) ein. Wer das Auto stehen lässt und stattdessen aufs Rad steigt, entdeckt die Region intensiver, denn Geräusche, Gerüche und Eindrücke werden unmittelbarer wahrgenommen.
Am Samstag, dem 9. Mai 2026, haben Interessierte die Gelegenheit, die Umgebung von Laboe auf einer geführten Rundtour aus historischer Perspektive kennenzulernen. Die etwa 20 Kilometer lange Strecke führt von Laboe über Barsbek und Lutterbek zurück zum Ausgangspunkt. Mit einer Dauer von rund drei Stunden richtet sich die Tour auch an weniger geübte Radfahrer – eine gewisse Grundfitness sowie ein Mindestalter von etwa 14 Jahren sind jedoch empfehlenswert, da einzelne Streckenabschnitte über anspruchsvollere Spurplatten verlaufen.
Geleitet wird die Tour von Herrn HerrmannMalchau, dem ehemaligen Leiter des Probstei-Museums in Schönberg. Er prägte das Museum als eine bedeutende kulturelle Einrichtung, die Einblicke in die bäuerliche Wohnkultur und den ländlichen Kulturraum der Probstei bietet. Dank seiner langjährigen Erfahrung dürfen sich die Teilnehmer auf spannende Einblicke, historische Hintergründe und unterhaltsame Anekdoten zu alten Bauwerken, Bauernhöfen und weiteren Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke freuen.
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt, weshalb eine vorherige Anmeldung unter der E-Mail Adresse info@klimaschutz-laboe.de erforderlich ist. Die Teilnahmegebühr beträgt fünf Euro pro Person. Startpunkt ist um 14 Uhr am Parkplatz oberhalb des Marine-Ehrenmals in Laboe (Einfahrt Steiner Weg/Professor-Munzer-Ring).
Da unterwegs keine Einkehrmöglichkeiten bestehen, sollten ausreichend Getränke und Verpflegung mitgebracht werden. Ebenso empfiehlt sich wetterfeste Kleidung. Bei Regen wird die Veranstaltung abgesagt; die angemeldeten Teilnehmer werden entsprechend informiert.
Die Tour verspricht eine gelungene Kombination aus Bewegung, Naturerlebnis und regionaler Geschichte – und zeigt einmal mehr, wie viel es mit dem Fahrrad direkt vor der eigenen Haustür zu entdecken gibt.
In diesem Jahr veranstalten der Verein Freunde des Kurparks Laboe und die Initiative Klimaschutz Laboee.V. am Sonnabend, dem 9. Mai 2026 – in der Zeit von 10 bis 15 Uhr – erneut ihren Pflanzenflohmarkt in unserem Kurpark. Diese Veranstaltung bietet Ihnen die Möglichkeit, Pflanzen abzugeben und neue für Ihren Garten zu erwerben – ganz regional und nachhaltig!
Nach bewährter Manier haben wir uns das wieder so vorgestellt:
Pflanzenspende – Wir bitten Sie um Spenden, insbesondere Kräuter, naturnahe Blütenpflanzen und Beerensträucher, optimalerweise in Pflanztöpfchen mit Beschriftung: Die Abgabe erfolgt am Freitag, dem 8. Mai 2026 zwischen 16 und 18 Uhr an der Blockhütte des Kurparkvereins.
Pflanzenflohmarkt – Am Sonnabend, dem 9. Mai. 2026 in der Zeit von 10 bis 15 Uhr können dort Pflanzen gegen eine Spende für den Kurparkverein und die Initiative Klimaschutz Laboe erworben werden.
Geselligkeit –Bei Kaffee und Kuchen besteht auch diesmal wieder die großartige Möglichkeit, Gartenwissen mit anderen Gartenliebhabern auszutauschen.
Die Aussage, dass indigene Völker „die besten Naturschützer“ seien, ist gut belegt – aber sie ist kein romantisierendes Naturklischee, sondern beschreibt eine empirisch nachweisbare Realität, die zugleich politisch umkämpft ist. Studien und internationale Organisationen zeigen, dass indigene Territorien oft besser geschützt sind als staatliche Schutzgebiete, während indigene Gemeinschaften gleichzeitig weltweit unter Vertreibung und Gewalt im Namen des Naturschutzes leiden.
Wegen der begrenzten Platzkapazität ist eine Anmeldung unter info@klimaschutz-laboe.de oder 0172 9597055 sinnvoll.
Am 31. März 2026 hielt Herr Dipl. Wirtsch. Ing. Ulrich Ulrichs, Vorstandsvorsitzender der Reederei BBC Chartering im Freya-Frahm-Haus einen Vortrag zu dem Thema Umweltschutz in der internationalen Seeschifffahrt.
Die internationale Seeschifffahrt steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Als Branche, die rund 90 % des globalen Warenverkehrs ermöglicht, trägt sie zugleich eine erhebliche Verantwortung für den Klimaschutz. Laut Herrn Ulrichs ist die Schifffahrt für 2,5–3 % der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich – das entspricht etwa einer Milliarde Tonnen CO₂ jährlich. Damit ist klar: Ohne nachhaltige Lösungen in der maritimen Logistik sind globale Klimaziele nicht erreichbar.
Strenge internationale Umweltregularien als Treiber des Wandels
Die Grundlage für den ökologischen Fortschritt bilden internationale Vorschriften wie MARPOL 73/78, das Emissionen, Ballastwasser, Abfallentsorgung und weitere Umweltbereiche reguliert. Besonders relevant sind die jüngsten Maßnahmen der IMO (International Maritime Organization), darunter:
EEXI (Energy Efficiency Existing Ship Index)
CII (Carbon Intensity Indicator)
IMO 2020 – 0,5 % Schwefellimit
Diese Vorgaben zwingen Reedereien weltweit, ihre Flotten effizienter zu gestalten. Doch die Umsetzung ist anspruchsvoll. Die Regularien sind komplex, regional unterschiedlich und verursachen erheblichen administrativen Aufwand. Besonders kritisch merkte Herr Ulrichs an, dass eine internationale Regelung unter der Führung der IMO im Oktober 2025 gescheitert ist. Damit wächst die Bedeutung regionaler Systeme wie EU ETS und FuelEU Maritime, die CO₂-Emissionen bepreisen und alternative Kraftstoffe fördern.
Alternative Kraftstoffe – Chancen und Herausforderungen
Herr Ulrichs zeigte klar, dass es keinen einzelnen „Wunderkraftstoff“ gibt. Jede Alternative bringt Vor- und Nachteile mit sich:
Biokraftstoffe (B30–B100)
Vorteil: sofort einsetzbar
Herausforderung: begrenzte Verfügbarkeit und Zertifizierung In Beispielrechnungen spart ein B30‑Blend zwar CO₂ ein, verursacht aber zusätzliche Kosten – etwa 1.204 US‑Dollar für eine kurze Ost-West-Route.
Methanol
Vorteil: flüssig, gut handhabbar
Nachteil: nur klimaneutral, wenn nachhaltig produziert
Ammoniak
Vorteil: keine CO₂‑Emissionen
Nachteil: giftig und technisch anspruchsvoll
Wasserstoff
Vorteil: emissionsfrei im Betrieb
Nachteil: extrem hoher Energieaufwand für Lagerung und Transport
Herr Ulrichs konstatierte, dass globale Verfügbarkeit und Infrastruktur notwendig sind, damit sich alternative Kraftstoffe durchsetzen. Damit wird deutlich: Die maritime Energiewende ist ein langfristiger Prozess, der Investitionen, Forschung und internationale Kooperation erfordert.
Effizienzsteigerung als sofort wirksamer Hebel
Neben alternativen Kraftstoffen setzt BBC Chartering auf klassische Effizienzmaßnahmen, die sofort Wirkung zeigen:
optimierte Rumpf- und Schiffsdesigns
moderne Propeller
verbesserte Rumpfanstriche
regelmäßige Rumpfreinigung
intelligente Routenplanung
Diese Maßnahmen reduzieren den Verbrauch unmittelbar und sind unabhängig von der Kraftstofffrage.
Abb. 1: Vergleich Schifffstypen E/F (2005) und BBC LakeMax (ab 2024)
Ein besonders eindrucksvolles Beispiel liefert der Vergleich zwischen älteren E/F‑Typen und den neuen BBC LakerMax‑Schiffen (Abb. 1):
25 % weniger Verbrauch auf See
61 % mehr Laderaumvolumen
bis zu 50 % weniger Emissionen bei optimaler Auslastung
Solche Fortschritte zeigen, wie stark technologische Innovationen zur Dekarbonisierung beitragen können.
Fazit: Nachhaltige Schifffahrt braucht globale Lösungen – und mutige Vorreiter
Herr Ulrichs fasste zusammen: Die maritime Energiewende ist komplex, teuer und erfordert internationale Abstimmung. Doch sie ist unverzichtbar. BBC Chartering zeigt, wie ein global agierendes Unternehmen Verantwortung übernimmt und seinen Beitrag leistet – durch effizientere Schiffe, alternative Kraftstoffe und die konsequente Umsetzung internationaler Vorgaben.
Alle Anwesenden waren sich einig, dass die Branche erst am Anfang eines jahrzehntelangen Transformationsprozesses steht. Doch eines ist klar: Nur wenn Reedereien, Politik und Technologieanbieter gemeinsam handeln, kann die Schifffahrt ihren Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten.
Am 24. Februar 2026 hielt Frau Marret Bähr vom Kompetenzzentrum für Nachhaltige Beschaffung und Vergabe (KNBV) einen überaus informativen Vortrag zu dem Thema „Nachhaltiger Konsum“ im Freya-Frahm-Haus. Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Beschaffung im Privathaushalt bedeutet im Kern, bewusste Entscheidungen zu treffen, die Umwelt, soziale Gerechtigkeit und langfristige Wirtschaftlichkeit berücksichtigen. Es geht also nicht nur darum, „weniger zu kaufen“, sondern anders zu kaufen – mit Blick auf Wirkung und Verantwortung.
Nachhaltiger Konsum umfasst alle Entscheidungen, die wir als Verbraucher*innen treffen – vom Einkauf über die Nutzung bis ggf. zur Entsorgung eines Produkts. – Die Kernelemente eines nachhaltigen Konsums sind:
Vor dem Kauf hinterfragen – brauche ich das wirklich, und wenn ja: sind Reparieren, Leihen, Tauschen oder Gebrauchtkauf Alternativen.
Weniger, aber besser kaufen, also Produkte bevorzugen, die reparierbar und recycelbar sind und lange halten, also nicht nach kurzer Zeit ersetzt werden müssen.
Ressourcen schonen durch energie- und wassersparende Geräte, wenig Verpackungsmüll und vermeiden von Lebensmittelverschwendung.
Gemeinwohl schützen durch umweltverträglich und sozial gerecht (fair) erstellte und gehandelte Produkte.
Der Geophysiker Dr. Reinhard Kirsch berichtete in seinem Vortrag im Freya-Frahm-Haus im November 2025 über das geologische Potenzial einer Wärmequelle unter Laboe: Die Datenplattform Geothermisches Informationssystem für Deutschland (GeotIS) weist für den Raum Laboe ein gut ausgeprägtes hydrothermales Reservoir aus. Es befindet sich ein Doggersandstein (Doggertrog) im Tiefenbereich 2000 – 2500 m mit Thermalwassertemperaturen im Bereich 70 – 75°C.
Dr. Reinhard Kirsch
Herr Dr. Kirsch fasste die Datenlage und die Situation an der Kieler Förde wie folgt zusammen:
Laboe hat ein hohes Potenzial für Tiefengeothermie und gehört damit zu den in Schleswig-Holstein am besten geeigneten Standorten.
Ein effizientes Wärmenetz ist eine Voraussetzung für die Nutzung dieses Potenzials.
Bei der Planung eines Wärmenetzes sollte die Integration von Erdwärme mituntersucht werden.