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Veranstaltung in Heikendorf vom Aktionsforum für Nachhaltigkeit e.V.

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Erfolgreiche Veranstaltung “ Wie heizen wir morgen?“ in Laboe

Wie mache ich mein Haus fit für die Zukunft?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Vortrag des Energieberaters Andreas Möller. Im Mittelpunkt stand die Erkenntnis: Heizung und Gebäude müssen gemeinsam betrachtet werden.

Andreas Möller

Eine Wärmepumpe ist dabei keineswegs nur für Neubauten geeignet. Auch im Alt- und Bestandsbau kann sie eine gute Lösung sein. Entscheidend ist weniger das Baujahr als die benötigte Vorlauftemperatur. Große Heizkörper können häufig weiter genutzt werden; manchmal reicht es, einzelne Heizflächen anzupassen. 

Auch die Frage „Sanierung zuerst?“ lässt sich nicht pauschal beantworten. Sinnvoll ist vielmehr, zunächst ein Zielbild für das Gebäude zu entwickeln und anschließend Maßnahmen wie Dämmung, Fenster, Heizkörper oder hydraulischen Abgleich nach ihrer Wirtschaftlichkeit zu planen. Nicht alles muss gleichzeitig passieren – aber die einzelnen Schritte sollten aufeinander abgestimmt sein.

Ein weiterer Schwerpunkt war die aktuelle Heizungsförderung. Für klimafreundliche Heizungen gibt es weiterhin attraktive Zuschüsse; gleichzeitig haben sich die Förderbedingungen 2026 verändert und sollen ab 2027 teilweise weiter angepasst werden. 

Hilfreich kann ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) sein. Er zeigt sinnvolle Sanierungsschritte, Kosten und Einsparpotenziale und kann zusätzliche Förderung ermöglichen. 

Die wichtigste Botschaft des Vortrags: Eine Heizungsentscheidung sollte nicht nach dem Anschaffungspreis getroffen werden. Entscheidend sind die Gesamtkosten über 20 bis 25 Jahre.

Matthies Röpke
„Wie heize ich morgen?“ – Erfahrungen aus 20 Jahren Wärmepumpen-Praxis

Wie gut funktionieren Wärmepumpen im Alt- und Bestandsbau? Und was muss bei der Umstellung beachtet werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung „Wie heize ich morgen?“. Heizungsfachmann Matthies Röpke aus Laboe berichtete dabei aus seiner langjährigen Praxis und beantwortete zahlreiche Fragen der Besucherinnen und Besucher.

Herr Röpke verfügt über rund 20 Jahre Erfahrung mit Wärmepumpen. Seine persönliche Bilanz: In dieser Zeit sei bei den von ihm betreuten Anlagen noch keine Wärmepumpe ausgefallen. Seine Erfahrungen sprechen aus seiner Sicht dafür, dass Wärmepumpen auch in bestehenden und älteren Gebäuden zuverlässig eingesetzt werden können.

Ein wichtiger Punkt ist die Vorlauftemperatur. Röpke empfiehlt, zunächst über einen ganzen Winter mit einer möglichst niedrigen Vorlauftemperatur zu testen, ob alle Räume ausreichend warm werden. Zeigt sich dabei in einzelnen Räumen ein Problem, müsse nicht gleich die gesamte Heizungsanlage verändert werden. Häufig könne es ausreichen, einzelne Heizflächen zu vergrößern.

Als besonders Vorlauftemperatur-kritische Räume nannte Herr Röpke Badezimmer und Wohnzimmer. Gerade hier sollte geprüft werden, ob die vorhandenen Heizkörper genügend Wärme abgeben können.

Anders als bei klassischen Öl- oder Gasheizungen sollte eine Wärmepumpe zudem nicht mit einer Nachtabsenkung betrieben werden. Entscheidend sei vielmehr ein möglichst gleichmäßiger Betrieb.

Besondere Aufmerksamkeit verdient schließlich die richtige Dimensionierung. Eine Wärmepumpe sollte nicht überdimensioniert werden. Zu häufiges Ein- und Ausschalten – die sogenannte Taktung – belastet die Anlage und kann ihre Lebensdauer deutlich verkürzen.

Röpkes Fazit: Auch der Altbau kann Wärmepumpen-tauglich sein – entscheidend sind eine passende Auslegung, niedrige Vorlauftemperaturen und ausreichend dimensionierte Heizflächen.

Stefan Reißig
Heizen mit Öl oder Gas: Eine Entscheidung mit langfristigen Folgen

Wer heute über eine neue Heizung nachdenkt, sollte nicht allein auf die aktuellen Anschaffungskosten und Energiepreise schauen. Die Präsentation von Stefan Reißig von der Klimaagentur Plön zeigte mehrere Faktoren, die insbesondere fossile Heizungen künftig wirtschaftlich unter Druck setzen können.

Noch immer werden rund 56 Prozent der Wohnungen in Deutschland mit Gas beheizt, während erneuerbare Heizsysteme bislang deutlich in der Minderheit sind. Gleichzeitig sind fossile Brennstoffpreise erheblichen Schwankungen ausgesetzt. Deutschland ist beim Erdgas zudem stark von Importen abhängig: 2025 wurden rund 864 TWh Gas verbraucht, während lediglich etwa 4,2 Prozent im Inland gefördert wurden. 

Auch die CO₂-Kosten werden weiter steigen. Die Präsentation geht von einer möglichen Verdopplung bis 2030 aus. Hinzu kommen steigende Gasnetzentgelte: Wenn immer mehr Haushalte aus dem Gas aussteigen, müssen sich weniger Kunden die Kosten für die bestehende Infrastruktur teilen. 

Besonders interessant ist der Blick auf die geplante „Bio-Treppe“. Nach dem derzeitigen Kabinettsbeschluss zum Gebäudemodernisierungsgesetz sollen Gasheizungen grundsätzlich weiterhin möglich sein, künftig aber zunehmend klimafreundliche Brennstoffe wie Biomethan oder grünen Wasserstoff einsetzen müssen. Diese sind deutlich teurer als Erdgas. Wichtig: Das Gesetz ist bislang noch kein geltendes Recht. 

Die zentrale Botschaft lautet deshalb: Wer heute eine Heizung erneuert, sollte nicht nur fragen, was sie heute kostet, sondern auch, welche Kosten und Risiken in den kommenden 15 bis 20 Jahren auf ihn zukommen.

Wir bedanken uns bei den ca. 70 Bürgerinnen und Bürger aus Laboe sehr herzlich für ihre Fragen und Kommentare. Der Weiteren gebührt der Volkshochschule Laboe / Plön unser ausdrücklicher Dank für die hervorragende Zusammenarbeit!

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„Netzpaket“ – Was ist geplant? Was sind die Konsequenzen für Bürgerenergie-Projekte?

Das Gesetz reagiert auf ein reales Problem: Der Ausbau von Wind- und Solaranlagen verläuft derzeit vielerorts schneller als der Ausbau der Stromnetze. Die Frage ist nicht, ob dieses Problem existiert – darüber besteht in der Energiewirtschaft weitgehend Einigkeit –, sondern wie es gelöst werden sollte. 

Was ist das Netzpaket?

Das Netzpaket (teilweise auch „Netzanschlusspaket“ genannt) soll den Ausbau erneuerbarer Energien stärker mit den verfügbaren Netzkapazitäten synchronisieren. Zu den diskutierten bzw. vorgesehenen Instrumenten gehören unter anderem:

  • schnellere Netzanschlussverfahren,
  • bessere Steuerung knapper Netzanschlusskapazitäten,
  • stärkere Berücksichtigung regionaler Netzengpässe,
  • neue Regeln für Einspeisemanagement und Anschlusszusagen,
  • Anreize für Speicher und netzdienliches Verhalten. 
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Wald in Schleswig-Holstein – Bedeutung, Herausforderungen und Chancen

Der Wald prägt Schleswig-Holstein weit weniger als andere Bundesländer – und gerade deshalb kommt ihm eine besondere ökologische und gesellschaftliche Bedeutung zu. Der Vortrag „Wald in Schleswig-Holstein: Verbreitung, Leistungen und Herausforderungen“ von Christiane Herty (Landesamt für Umwelt) liefert einen kompakten Überblick über den Zustand der Wälder, die Auswirkungen des Klimawandels und die Handlungsmöglichkeiten für Kommunen und Bürgerinnen und Bürger.

Waldanteil und Baumarten in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein ist mit einem Waldanteil von nur 11,5 % eines der waldärmsten Bundesländer Deutschlands. Die regionale Verteilung ist sehr unterschiedlich:

  • Nordfriesland: 4 %
  • Plön: 10 %
  • Herzogtum Lauenburg: 26 %

Auch die Baumarten unterscheiden sich stark nach Landschaftsraum. In der Geest dominieren Nadelhölzer, während in Angeln und Ostholstein ältere Laubbaumbestände besonders häufig vorkommen. „Der Waldanteil in Schleswig-Holstein liegt bei 11,5 % der Waldfläche.“

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Meerwasserwärmepumpen zeigen den Weg – Chancen für Laboe

2026 war ein wichtiges Jahr für die Wärmewende an Nord- und Ostsee: Sowohl im dänischen Esbjerg als auch im schleswig-holsteinischen Neustadt/Holstein gingen große Meerwasser‑Wärmepumpen in Betrieb. Beide Anlagen beweisen, dass sich die Wärme aus dem Meer zuverlässig und klimafreundlich nutzen lässt. Für eine Küstengemeinde wie Laboe ist das ein starkes Signal.

Esbjerg: Wärme direkt aus der Nordsee

In Esbjerg wurde eine der größten Meerwasserwärmepumpen der Welt gestartet. Sie ersetzt ein altes Kohlekraftwerk und versorgt rund 25.000 Haushalte mit klimaneutraler Fernwärme, da der Strom zum Betrieb der Wärmepumpe aus Windenergie-Anlagen stammt.

Die wichtigsten Fakten:

Meerwasser-Großwärmepumpe heizt mit Windstrom die Stadt Esbjerg
  • Leistung: 70 Megawatt
  • Wärmequelle: Nordseewasser mit 1–15 °C
  • Vorlauftemperatur: bis zu 90 °C
  • CO₂‑Einsparung: rund 120.000 Tonnen pro Jahr
  • Strom: aus nahegelegenen Windparks
  • Weitere Wärmequellen: Holzschnitzel-Kraftwerk (Leistung 48 MW) und Wärmespeicher
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Unsere Veranstaltungen im Mai – Pflanzenflohmarkt und geführte Fahrradtour

Am Sonnabend, dem 9. Mai 2026, veranstalteten der Verein Freunde des Kurparks Laboe und die Initiative Klimaschutz Laboe e. V. (IKL) zum zweiten Mal einen Pflanzenflohmarkt in unserem Kurpark. Die Organisatorinnen waren Anke Dorl von der IKL sowie Angelika Klinke und Sigrun Ostermann vom Verein Freunde des Kurparks. Am Vortag konnten Pflanzenspenden, insbesondere Kräuter, regionale Blütenpflanzen und Beerensträucher in beschrifteten Pflanztöpfchen im Kurpark abgegeben werden. Dieser Aufruf, Pflanzen aus dem eigenen Garten zu spenden, war ein voller Erfolg: Es kamen zahlreiche Pflanzen zusammen, die zu groß geworden waren, sich selbst ausgesät hatten oder einfach übriggeblieben waren – sie alle suchten ein neues Zuhause. Am Samstag strömten zahlreiche BesucherInnen in den Kurpark, die sich für die Pflanzen interessierten und diese gegen eine Spende erwerben konnten

Die Biologin Andrea Harrje im Gespräch mit Besucherinnen
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Indigene Völker – Die besten Naturschützer

Niklas Ennen, Pressesprecher der Nichtregierungsorganisation (NGO) Survival International (Büro Berlin) hielt am 28. April 2026 im sehr gut besuchten Freya-Frahm-Haus einen Vortrag zu indigenen Völkern und ihre Beziehung zum Naturschutz. Er stellte die These auf, dass indigene Völker weltweit die besten Hüter der Natur sind. Denn sie leben seit Jahrhunderten im Einklang mit ihrer Umwelt und verfügen über ein tiefes Wissen über nachhaltige Landnutzung. Dennoch werden sie im Namen des Naturschutzes oft verdrängt und ihre Rechte verletzt. 

Wer sind indigene Völker?

Indigene Völker sind Gruppen, die bereits vor der Kolonialisierung oder der Gründung moderner Nationalstaaten in einem Gebiet lebten. Sie haben eine enge Beziehung zu ihrem Land, eine eigene Kultur und Sprache und sehen sich oft als von der Mehrheitsgesellschaft getrennt. Weltweit gibt es etwa 400 Millionen indigene Menschen. Ihre kollektiven Rechte auf Land, Selbstverwaltung und freie, vorherige und informierte Zustimmung (FPIC) sind in internationalen Abkommen wie der UN-Erklärung über die Rechte indigener Völker (UNDRIP) und der ILO-Konvention Nr. 169 verankert.

Probleme des klassischen Naturschutzes

Viele Naturschutzgebiete im Globalen Süden wurden nach westlichen, oft kolonialen Vorstellungen eingerichtet. Dabei wurden indigene Gemeinschaften systematisch vertrieben, was zu Menschenrechtsverletzungen und sogar Völkermord führte. Diese Schutzgebiete schützen die Natur häufig weniger effektiv als angenommen und begünstigen stattdessen Tourismus und Rohstoffabbau.

Mythen des Naturschutzes

  • Mythos 1: Westliche Organisationen wissen am besten, wie man Natur schützt. Tatsächlich erinnern die Argumente für westliche Kontrolle oft an koloniale Landnahme.
  • Mythos 2: Wildnis ist nur dann geschützt, wenn sie menschenleer ist. Indigene Völker werden fälschlicherweise als Störfaktor betrachtet.
  • Mythos 3: Alle Menschen wollen gleich leben. Indigene Lebensweisen werden als rückständig angesehen, obwohl sie nachhaltig und erfüllend sind.
  • Mythos 4: Nationalparks stehen automatisch für Naturschutz. Die Gründung vieler Nationalparks ging mit der Vertreibung indigener Bevölkerung einher.

Indigene Völker als beste Naturschützer

Studien zeigen, dass Gebiete unter Kontrolle indigener Gemeinschaften die größte Artenvielfalt aufweisen und am besten vor Entwaldung schützen. Ihre nachhaltigen Praktiken wie Wanderfeldbau und nomadische Weidewirtschaft schaffen Kohlenstoffsenken und verhindern Waldbrände. Ein Beispiel ist das indigene Volk der Soliga in Indien: Nach der Rückgabe ihrer Landrechte stieg die Tigerpopulation in ihrem Gebiet deutlich an.

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Das Klima verändert sich. Laboe verändert sich. Jetzt können wir gemeinsam handeln.

Wir alle spüren: Es ist Zeit, auch selbst Verantwortung zu übernehmen – nicht irgendwann, nicht irgendwo sondern jetzt und vor unserer Haustür. Denn genau dafür gibt es die Initiative Klimaschutz Laboe e.V. (IKL). Wir sind Menschen aus Laboe und Umgebung, die gemeinsam etwas bewegen wollen – praktisch, lokal und für alle Generationen.

Wir packen an – für Laboe, für die Ostsee, für unsere Zukunft

Die IKL ist kein Verein für lange Reden, sondern für die Umsetzung konkreter Ideen und gemeinsames Handeln. Denn Klimaschutz beginnt im Alltag – und genau dort sind wir aktiv.

Dazu gehören:

  • Praktische Projekte, wie Baumpflanzung, Upcycling-Workshops, Kräuterbeet, Einwohneranregung, Wettbewerb „Klimafreundlicher Naturgarten“, Kurs „Veganes Kochen“ und Klimawochen an der Grundschule
  • Ideen für morgen, z. B. zur klimaneutrale Energieversorgung: Wärmenetze und Wärmepumpe, Meerwasser-Großwärmepumpe und Geothermie
  • Gemeinschaftsaktionen, wie Pflanzenflohmarkt, Mitorganisation „Tag der sauberen Gemeinde“, Aktion „Stadtradeln“, Fest der Ehrenamtlichen im Kurpark und Fahrradkorso
  • Vorträge und Bildungsangebote, z. B. zu Klimaveränderungen, nachhaltigem Konsum, Meeresökologie, Naturschutz, Veranstaltung „Wie heizen wir morgen?“ und Artikel in „Laboe aktuell“

Die IKL zeigt: Klimaschutz ist kreativ, macht Spaß und bringt Menschen zusammen.

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Umweltschutz in der internationalen Schifffahrt – Sicht der global operierenden Schwergut Reederei BBC Chartering

Am 31. März 2026 hielt Herr Dipl. Wirtsch. Ing. Ulrich Ulrichs, Vorstandsvorsitzender der Reederei BBC Chartering im Freya-Frahm-Haus einen Vortrag zu dem Thema Umweltschutz in der internationalen Seeschifffahrt.

Die internationale Seeschifffahrt steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Als Branche, die rund 90 % des globalen Warenverkehrs ermöglicht, trägt sie zugleich eine erhebliche Verantwortung für den Klimaschutz. Laut Herrn Ulrichs ist die Schifffahrt für 2,5–3 % der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich – das entspricht etwa einer Milliarde Tonnen CO₂ jährlich. Damit ist klar: Ohne nachhaltige Lösungen in der maritimen Logistik sind globale Klimaziele nicht erreichbar.