Kategorien
Aktuell

Indigene Völker – Die besten Naturschützer

Niklas Ennen, Pressesprecher der Nichtregierungsorganisation (NGO) Survival International (Büro Berlin) hielt am 28. April 2026 im sehr gut besuchten Freya-Frahm-Haus einen Vortrag zu indigenen Völkern und ihre Beziehung zum Naturschutz. Er stellte die These auf, dass indigene Völker weltweit die besten Hüter der Natur sind. Denn sie leben seit Jahrhunderten im Einklang mit ihrer Umwelt und verfügen über ein tiefes Wissen über nachhaltige Landnutzung. Dennoch werden sie im Namen des Naturschutzes oft verdrängt und ihre Rechte verletzt. 

Wer sind indigene Völker?

Indigene Völker sind Gruppen, die bereits vor der Kolonialisierung oder der Gründung moderner Nationalstaaten in einem Gebiet lebten. Sie haben eine enge Beziehung zu ihrem Land, eine eigene Kultur und Sprache und sehen sich oft als von der Mehrheitsgesellschaft getrennt. Weltweit gibt es etwa 400 Millionen indigene Menschen. Ihre kollektiven Rechte auf Land, Selbstverwaltung und freie, vorherige und informierte Zustimmung (FPIC) sind in internationalen Abkommen wie der UN-Erklärung über die Rechte indigener Völker (UNDRIP) und der ILO-Konvention Nr. 169 verankert.

Probleme des klassischen Naturschutzes

Viele Naturschutzgebiete im Globalen Süden wurden nach westlichen, oft kolonialen Vorstellungen eingerichtet. Dabei wurden indigene Gemeinschaften systematisch vertrieben, was zu Menschenrechtsverletzungen und sogar Völkermord führte. Diese Schutzgebiete schützen die Natur häufig weniger effektiv als angenommen und begünstigen stattdessen Tourismus und Rohstoffabbau.

Mythen des Naturschutzes

  • Mythos 1: Westliche Organisationen wissen am besten, wie man Natur schützt. Tatsächlich erinnern die Argumente für westliche Kontrolle oft an koloniale Landnahme.
  • Mythos 2: Wildnis ist nur dann geschützt, wenn sie menschenleer ist. Indigene Völker werden fälschlicherweise als Störfaktor betrachtet.
  • Mythos 3: Alle Menschen wollen gleich leben. Indigene Lebensweisen werden als rückständig angesehen, obwohl sie nachhaltig und erfüllend sind.
  • Mythos 4: Nationalparks stehen automatisch für Naturschutz. Die Gründung vieler Nationalparks ging mit der Vertreibung indigener Bevölkerung einher.

Indigene Völker als beste Naturschützer

Studien zeigen, dass Gebiete unter Kontrolle indigener Gemeinschaften die größte Artenvielfalt aufweisen und am besten vor Entwaldung schützen. Ihre nachhaltigen Praktiken wie Wanderfeldbau und nomadische Weidewirtschaft schaffen Kohlenstoffsenken und verhindern Waldbrände. Ein Beispiel ist das indigene Volk der Soliga in Indien: Nach der Rückgabe ihrer Landrechte stieg die Tigerpopulation in ihrem Gebiet deutlich an.

Lösungen für einen besseren Naturschutz

  • Menschenrechtsbasierter Ansatz: Naturschutz muss die Rechte indigener Völker respektieren und ihr Wissen einbeziehen.
  • Anerkennung von Landrechten: Die beste Maßnahme zum Schutz der Natur ist die rechtliche Anerkennung indigener Landrechte.
  • Reduktion westlicher Emissionen und Konsum: Die westliche Welt muss ihren Ressourcenverbrauch und Treibhausgasausstoß verringern.

Aktuelle Herausforderungen

Ein aktuelles Beispiel ist das Volk der Hongana Manyawa auf der indonesischen Insel Halmahera. Ihr Land ist durch Nickelabbau und geplante Industrieprojekte bedroht. Organisationen wie Survival International setzen sich für ihren Schutz und ihre Rechte ein.

Fazit

Im Namen des Naturschutzes werden im Globalen Süden oft Menschenrechte verletzt. Indigene Völker sind jedoch die besten Hüter der Natur. Der wirksamste Weg, die Artenvielfalt zu schützen, ist die Anerkennung ihrer Rechte und die Unterstützung ihres Kampfes für Land und Selbstbestimmung.

„Wir, die indigenen Völker, haben nicht vergessen, dass der Mensch Teil der Natur ist. Wenn wir der Natur Schaden zufügen, fügen wir auch uns selbst Schaden zu. Wir wissen, wie man die Wälder schützt. Gebt sie uns zurück, bevor sie sterben.“

— Davi Kopenawa, Yanomami

PS: Der Vortrag kann unter info@klimaschutz-laboe.de angefordert werden.

Kategorien
Termin

Vortrag: Wald in Schleswig-Holstein – Verbreitung, Leistungen und Herausforderungen

Frau Christiane Herty, Dipl-Ing. Forst (FH) und MSc Environmental Management, Abteilung Waldnaturschutz, Landesamt für Umwelt, Flintbek

Termin: 7. Juli 2026 um 19 Uhr

Ort: Freya-Frahm-Haus, Strandstrasse 14, 24235 Laboe

Der Vortrag führt ein in das faszinierende Ökosystem Wald und erläutert daran auch die Grundsätze der naturnahen Forstwirtschaft. Mit direktem Bezug zur Waldsituation in Schleswig-Holstein und den Herausforderungen, denen dieser gegenübersteht, wird die Perspektive in die Zukunft geweitet. Für die Gemeinde Laboe werden Möglichkeiten der Integration von Bäumen in den Siedlungsraum aufgezeigt

Wegen der begrenzten Platzkapazität ist eine Anmeldung unter info@klimaschutz-laboe.de oder 0172 9597055 sinnvoll.

Eintritt frei. 

Kategorien
Termin

Stadtradeln 2026

Auch 2026 ist Laboe wieder bei der deutschlandweiten Klimaschutzaktion „Stadtradeln“ mit dabei. Innerhalb des 21tägigen Aktionszeitraumes im Kreis Plön vom 01.-21.06.2026 heißt es wieder: „Möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen und möglichst viele Radelkilometer für Laboe zu sammeln.“ Ziel ist es, gemeinsam das Klima zu schützen und Spaß dabei zu haben. Natürlich hat sich Laboe das Ziel gesetzt, im Ranking der Kommunen des Kreises Plön möglichst weit oben zu landen. Dafür brauchen wir unbedingt Ihre Mithilfe, liebe Laboerinnen und Laboer. – Die IKL startet mit eigenem Team!

Kategorien
Aktuell

Das Klima verändert sich. Laboe verändert sich. Jetzt können wir gemeinsam handeln.

Wir alle spüren: Es ist Zeit, auch selbst Verantwortung zu übernehmen – nicht irgendwann, nicht irgendwo sondern jetzt und vor unserer Haustür. Denn genau dafür gibt es die Initiative Klimaschutz Laboe e.V. (IKL). Wir sind Menschen aus Laboe und Umgebung, die gemeinsam etwas bewegen wollen – praktisch, lokal und für alle Generationen.

Wir packen an – für Laboe, für die Ostsee, für unsere Zukunft

Die IKL ist kein Verein für lange Reden, sondern für die Umsetzung konkreter Ideen und gemeinsames Handeln. Denn Klimaschutz beginnt im Alltag – und genau dort sind wir aktiv.

Dazu gehören:

  • Praktische Projekte, wie Baumpflanzung, Upcycling-Workshops, Kräuterbeet, Einwohneranregung, Wettbewerb „Klimafreundlicher Naturgarten“, Kurs „Veganes Kochen“ und Klimawochen an der Grundschule
  • Ideen für morgen, z. B. zur klimaneutrale Energieversorgung: Wärmenetze und Wärmepumpe, Meerwasser-Großwärmepumpe und Geothermie
  • Gemeinschaftsaktionen, wie Pflanzenflohmarkt, Mitorganisation „Tag der sauberen Gemeinde“, Aktion „Stadtradeln“, Fest der Ehrenamtlichen im Kurpark und Fahrradkorso
  • Vorträge und Bildungsangebote, z. B. zu Klimaveränderungen, nachhaltigem Konsum, Meeresökologie, Naturschutz, Veranstaltung „Wie heizen wir morgen?“ und Artikel in „Laboe aktuell“

Die IKL zeigt: Klimaschutz ist kreativ, macht Spaß und bringt Menschen zusammen.

Warum Deine Mitgliedschaft wichtig ist

Klimaschutz schaffen wir nur gemeinsam. Jede Stimme, jede Idee und jede Unterstützung zählt.

Mit Deiner Mitgliedschaft …

  • stärkst Du Klimaschutz und -vorsorge in Laboe
  • unterstützt Du Projekte und Bildungsangebote für alle Altersgruppen
  • hilfst Du neue Aktionen möglich zu machen
  • wirst Du Teil einer starken und lebendigen Gemeinschaft
  • zeigst Du: Veränderung ist machbar
Besonders wichtig: Bei uns kann jede*r mitmachen

Egal ob Du viel Zeit hast oder wenig. Egal ob Du jung bist, Familie hast, in Ausbildung bist oder aufs Geld achten musst. Egal ob Du aktiv mitmachen möchtest oder einfach unterstützen willst: Jeder Beitrag ist wertvoll.

Wir möchten, dass alle an der Gestaltung von Klimaschutz und -vorsorge mitmachen und teilhaben können.

Was Dich erwartet
  • Nette Menschen mit gemeinsamen Zielen
  • Aktionen, bei denen Du direkt etwas bewegen kannst
  • Austausch, Wissen und neue Ideen
  • Mitmachmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche, Eltern und Senioren
  • Raum und Mitstreiter für Deine eigenen Ideen
Für junge Menschen

Du willst nicht nur reden, sondern etwas verändern? Dann bring Deine Ideen ein – bei Aktionen, Veranstaltungen, Social Media, Projekten oder Kampagnen. Deine Stimme zählt.

Für Familien

Du wünschst Dir ein gutes Laboe für Deine Kinder? Mehr Natur, sichere Wege, saubere Umwelt und eine lebenswerte Zukunft? Dann bist Du bei uns richtig. Auch kleinste Zeitfenster helfen.

Jetzt ist der richtige Moment

Wenn Du beitragen möchtest, Laboe lebenswert zu erhalten und weiter zu entwickeln – für Dich, für Kinder, für kommende Generationen und für die Natur – dann werde Teil der Initiative Klimaschutz Laboe.

Du kannst Mitglied in unserem Verein werden, Du musst es aber nicht. Mach einfach mit. Gestalte Laboe mit uns. Gemeinsam können wir vieles bewegen ...
Kategorien
Termin

Mit dem Rad durch die Geschichte der Probstei

Laboe und Umgebung einmal anders erleben – dazu lädt eine besondere Fahrradtour der Mobilitätsgruppe der IKL (Initiative Klimaschutz Laboe e.V.) ein. Wer das Auto stehen lässt und stattdessen aufs Rad steigt, entdeckt die Region intensiver, denn Geräusche, Gerüche und Eindrücke werden unmittelbarer wahrgenommen. 

Am Samstag, dem 9. Mai 2026, haben Interessierte die Gelegenheit, die Umgebung von Laboe auf einer geführten Rundtour aus historischer Perspektive kennenzulernen. Die etwa 20 Kilometer lange Strecke führt von Laboe über Barsbek und Lutterbek zurück zum Ausgangspunkt. Mit einer Dauer von rund drei Stunden richtet sich die Tour auch an weniger geübte Radfahrer – eine gewisse Grundfitness sowie ein Mindestalter von etwa 14 Jahren sind jedoch empfehlenswert, da einzelne Streckenabschnitte über anspruchsvollere Spurplatten verlaufen.

Geleitet wird die Tour von Herrn Herrmann Malchau, dem ehemaligen Leiter des Probstei-Museums in Schönberg. Er prägte das Museum als eine bedeutende kulturelle Einrichtung, die Einblicke in die bäuerliche Wohnkultur und den ländlichen Kulturraum der Probstei bietet. Dank seiner langjährigen Erfahrung dürfen sich die Teilnehmer auf spannende Einblicke, historische Hintergründe und unterhaltsame Anekdoten zu alten Bauwerken, Bauernhöfen und weiteren Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke freuen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt, weshalb eine vorherige Anmeldung unter der E-Mail Adresse info@klimaschutz-laboe.de erforderlich ist. Die Teilnahmegebühr beträgt fünf Euro pro Person. Startpunkt ist um 14 Uhr am Parkplatz oberhalb des Marine-Ehrenmals in Laboe (Einfahrt Steiner Weg/Professor-Munzer-Ring).

Da unterwegs keine Einkehrmöglichkeiten bestehen, sollten ausreichend Getränke und Verpflegung mitgebracht werden. Ebenso empfiehlt sich wetterfeste Kleidung. Bei Regen wird die Veranstaltung abgesagt; die angemeldeten Teilnehmer werden entsprechend informiert.

Die Tour verspricht eine gelungene Kombination aus Bewegung, Naturerlebnis und regionaler Geschichte – und zeigt einmal mehr, wie viel es mit dem Fahrrad direkt vor der eigenen Haustür zu entdecken gibt.

Kategorien
Termin

Pflanzenflohmarkt 2026

In diesem Jahr veranstalten der Verein Freunde des Kurparks Laboe und die Initiative Klimaschutz Laboe e.V. am Sonnabend, dem 9. Mai 2026 – in der Zeit von 10 bis 15 Uhr – erneut ihren Pflanzenflohmarkt in unserem Kurpark. Diese Veranstaltung bietet Ihnen die Möglichkeit, Pflanzen abzugeben und neue für Ihren Garten zu erwerben – ganz regional und nachhaltig! 

Nach bewährter Manier haben wir uns das wieder so vorgestellt:

  • Pflanzenspende – Wir bitten Sie um Spenden, insbesondere Kräuter, naturnahe Blütenpflanzen und Beerensträucher, optimalerweise in Pflanztöpfchen mit Beschriftung: Die Abgabe erfolgt am Freitag, dem 8. Mai 2026 zwischen 16 und 18 Uhr an der Blockhütte des Kurparkvereins.
  • Pflanzenflohmarkt – Am Sonnabend, dem 9. Mai. 2026 in der Zeit von 10 bis 15 Uhr können dort Pflanzen gegen eine Spende für den Kurparkverein und die Initiative Klimaschutz Laboe erworben werden.
  • Geselligkeit  Bei Kaffee und Kuchen besteht auch diesmal wieder die großartige Möglichkeit, Gartenwissen mit anderen Gartenliebhabern auszutauschen.

Wir freuen uns auf Sie!

Kategorien
Aktuell

Umweltschutz in der internationalen Schifffahrt – Sicht der global operierenden Schwergut Reederei BBC Chartering

Am 31. März 2026 hielt Herr Dipl. Wirtsch. Ing. Ulrich Ulrichs, Vorstandsvorsitzender der Reederei BBC Chartering im Freya-Frahm-Haus einen Vortrag zu dem Thema Umweltschutz in der internationalen Seeschifffahrt.

Die internationale Seeschifffahrt steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Als Branche, die rund 90 % des globalen Warenverkehrs ermöglicht, trägt sie zugleich eine erhebliche Verantwortung für den Klimaschutz. Laut Herrn Ulrichs ist die Schifffahrt für 2,5–3 % der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich – das entspricht etwa einer Milliarde Tonnen CO₂ jährlich. Damit ist klar: Ohne nachhaltige Lösungen in der maritimen Logistik sind globale Klimaziele nicht erreichbar.

Kategorien
Aktuell

Nachhaltigkeit fängt beim Einkauf an – kleine Entscheidungen, große Wirkung

Am 24. Februar 2026 hielt Frau Marret Bähr vom Kompetenzzentrum für Nachhaltige Beschaffung und Vergabe (KNBV) einen überaus informativen Vortrag zu dem Thema „Nachhaltiger Konsum“ im Freya-Frahm-Haus. Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Beschaffung im Privathaushalt bedeutet im Kern, bewusste Entscheidungen zu treffen, die Umwelt, soziale Gerechtigkeit und langfristige Wirtschaftlichkeit berücksichtigen. Es geht also nicht nur darum, „weniger zu kaufen“, sondern anders zu kaufen – mit Blick auf Wirkung und Verantwortung.

Nachhaltiger Konsum umfasst alle Entscheidungen, die wir als Verbraucher*innen treffen – vom Einkauf über die Nutzung bis ggf. zur Entsorgung eines Produkts. – Die Kernelemente eines nachhaltigen Konsums sind:

  • Vor dem Kauf hinterfragen – brauche ich das wirklich, und wenn ja: sind Reparieren, Leihen, Tauschen oder Gebrauchtkauf Alternativen.
  • Weniger, aber besser kaufen, also Produkte bevorzugen, die reparierbar und recycelbar sind und lange halten, also nicht nach kurzer Zeit ersetzt werden müssen.
  • Ressourcen schonen durch energie- und wassersparende Geräte, wenig Verpackungsmüll und vermeiden von Lebensmittelverschwendung.
  • Gemeinwohl schützen durch umweltverträglich und sozial gerecht (fair) erstellte und gehandelte Produkte.
Kategorien
Rückspiegel

Tiefengeothermie ist eine Zukunftsperspektive für Laboe –  Wie gestalten sich aktuell die Wärmepreise für Tiefengeothermie, auch in diesem kalten Winter?

Geologie und Tiefengeothermie

Der Geophysiker Dr. Reinhard Kirsch berichtete in seinem Vortrag im Freya-Frahm-Haus im November 2025 über das geologische Potenzial einer Wärmequelle unter Laboe: Die Datenplattform Geothermisches Informationssystem für Deutschland (GeotIS) weist für den Raum Laboe ein gut ausgeprägtes hydrothermales Reservoir aus. Es befindet sich ein Doggersandstein (Doggertrog) im Tiefenbereich 2000 – 2500 m mit Thermalwassertemperaturen im Bereich 70 – 75°C.

Dr. Reinhard Kirsch

Herr Dr. Kirsch fasste die Datenlage und die Situation an der Kieler Förde wie folgt zusammen:

  • Laboe hat ein hohes Potenzial für Tiefengeothermie und gehört damit zu den in Schleswig-Holstein am besten geeigneten Standorten.
  • Ein effizientes Wärmenetz ist eine Voraussetzung für die Nutzung dieses Potenzials.
  • Bei der Planung eines Wärmenetzes sollte die Integration von Erdwärme mituntersucht werden.
Kategorien
Rückspiegel

Was ist „Upcycling“? Aus alt mach besser! 

Aus gebrauchten Dingen können wieder schöne, nützliche Dinge werden: Upcycling ist eine hervorragende Möglichkeit, dem Wegwerfen etwas Nachhaltiges entgegenzusetzen. Denn neue Produkte herzustellen, erfordert immer Rohstoffe, Energie und verursacht Emissionen. Durch Wiederverwenden in neuer Form können wir diese Prozesse vermeiden oder reduzieren. Es trägt bei zur:

  • Ressourcenschonung, da keine oder kaum neue Materialien nötig sind.
  • Müllvermeidung, indem wir Gegenstände weiter nutzen, statt sie zu entsorgen.
  • Bewusstseinsbildung, indem wir – und andere, die das kreative Ergebnis sehen – unser Konsumverhalten reflektieren und verändern.

Die Pioniere für Upcycling sind in Laboe die ehrenamtlich Engagierten in der StöberStube unter der Leitung von Susanne Bartels. Diese Gruppe hat sich zur Aufgabe gemacht, aus gebrauchten Textilien etwas Neues entstehen zu lassen. Aus alten T-Shirts haben sie Jersey-Garn hergestellt und beispielsweise das Tier „Kraki“ gehäkelt. Und aus einer alten Jeans den Zugluftstopper „Nessi“ und weitere Gegenstände wie Utensilos und Armbänder genäht.

Die Transportwege für Kleidung

Im Mai 2025 kam es zu einer Zusammenarbeit von der StöberStube und der Inititiative Klimaschutz Laboe mit der Grundschule Laboe zu dem Thema Upcycling. Zusammen mit Susanne Bartels und Frauke Schöneich-Priebe von der StöberStube führten Kathlen und Clemens Simmer von der IKL-Gruppe „Konsum und Nachhaltigkeit“ an fünf Freitagvormittagen mit der Klasse 4b – geleitet von der Referendarin Michaela Schmidt – in der Textilkunde Workshops zum Thema Bekleidung und Nachhaltigkeit durch. Der Einstieg in das Thema erfolgte in der StöberStube selbst, wo es bereits zu regen Diskussionen zum Thema Kleidung und Klima kam; auch fanden einige Schätze neue Besitzerinnen und Besitzer.